Kindercamp „Zirkus der Tiere“

Und wieder können die Teilnehmer eines Kindercamps auf ein spannendes Wochenende mit Anregungen und Ideen blicken:

Am ersten Juniwochenende, vom 03. bis 06. Juni '16, war die Zeit gekommen für unseren „Zirkus der Tiere“… und damit nicht für Wild- oder Haustiere, nein – wir wollten selbst in die Rolle der Artisten springen und es so manchem freilebenden Tier gleich tun. Beispielsweise sind Ameisen oder Spinnen ja ware Künstler der Natur – ihnen ist kein „Seil“ zu hoch und keine „Jonglage“ zu schwierig.

Um uns auf das Wochenende einzustimmen, verbrachten wir den Freitag erst einmal gemütlich zusammen mit hungerstillendem Abendessen und witzigen Spielen, um uns kennenzulernen und miteinander warm zu werden.

Am Samstag stand dann aber natürlich <Zirkus> auf unserem Programm. Eine Zirkuspädagogin aus Dresden war mit ihren Jonglage- und Balancierutensilien sowie Hula-Hopp-Reifen mit Fahrrad angereist, um den Kindern und Jugendlichen ein paar Tipps & Tricks mit auf den Weg zu geben, wie man eine eigene kleine Show abgeben kann.

Nach dem Frühstück trafen sich also alle draußen bei schönstem Wetter, um eine Einführungsrunde und ein paar anfängliche Powerspiele durchzuführen.

Nachdem sich alle ausgetobt und ihren Durst gelöscht hatten, ging es auch schon los mit der Zirkuskunst. Theresa Rossenbach, die engagierte Zirkuspädagogin, zeigte unseren jungen Nachwuchstalenten, wie man menschliche Pyramiden baut – dazu braucht es nämlich einiges Vorwissen und Achtung, damit man dem Untermann nicht weh tut. Alle Teilnehmer des Camps waren sehr motiviert, wurden schnell kreativ und probierten sich aus. So verging die Zeit bis zum Mittagsimbiss wie im Flug und wir konnten unter den schattenspendenden Lärchen auf dem Dachsenberggelände picknicken. :)

Alle genossen die herrliche Atmosphäre und lasen nach dem Mittag, ruhten sich aus oder nutzten andere Möglichkeiten, um noch etwas zu ruhen. Manche packte allerdings der Entdeckergeist und ließ sie Diabolo oder andere Geräte testen. Da zeigte sich schon, wer mit Vorkenntnissen ins Camp kam.

Gespannt schauten wir also auf die zweite Hälfte des Tages, in der in verschiedenen Gruppen, die sich die Kinder selbst wählten, kleine Zirkuseinheiten ausgedacht und geübt werden konnten. Nach einem lustigen Gruppenspiel names „Fledermaus und Motte“, gingen alle wieder konzentriert an die „Arbeit“. Wenn man wollte, konnte man in wechselnden Einheiten mit Diabolo, Hula Hopp sowie einer Art Pedalo, einer selbst gebastelten Balancierrolle, üben. Manch einer entdeckten so eine neue Leidenschaft an sich oder ein lang vernachlässigtes Hobby.

Nach dem gemeinsamen Nachmittagsvesper mit Kakao, Tee, Keksen und Obst stand die kleine Aufführung kurz bevor. Gegen fünf Uhr am Nachmittag waren alle versammelt, um die einzelnen Darbietungen der verschiedenen Gruppen anzusehen. Jede Gruppe stellt ein oder mehrere Tiere dar, die erraten werden mussten. Die große Mühe und Aufregung würdigten alle mit einem kräftigen Applaus, auch wenn ab und an mal etwas nicht so klappte, wie der Künstler wollte.

Dabei waren einzigartige und individuelle Projekte entstanden, die wir auch mit der Kamera neugierig verfolgten. Man fühlte sich als Zuschauer oder Darsteller wirklich ein bisschen wie im Zirkuszelt am Rande bzw. in der Manege.

Zum Abschluss dieses gelungenen Tages gab es ein warmes Abendessen und ein warmes Lagerfeuer zum Entspannen. Zusätzlich konnten noch Vögel aus Holz bemalt werden – allerdings wurden nicht nur diese wunderschön gestaltet, es bildete sich sogar ein neuer Indianerstamm auf dem Dachsenberg. ;)

Am Sonntag war nach dem Start in den Morgen mit einem kräftigen Frühstück auch schon wieder Taschen packen und aufräumen angesagt. Aber zum Glück hatten wir genügend Zeit, um noch ein bisschen die Ruhe im Wald und ein paar Lieblingsspiele zu genießen. Auch die letzten Holzvögelchen wurden kunstvoll fertiggestellt. Das Mittagessen sowie eine schöne Abschlussrunde beendeten dann das Camp. So begrüßten bald alle zufrieden und vielleicht geschafft die Eltern.

Mein Dank gilt allen Teilnehmern, die so toll beim Kindercamp mitgewirkt haben und es wieder zu einem Erlebnis der besonderen Art haben werden lassen!


Kindercamp "Upcycling"

Welche Schätze sich wohl als Müll tarnen? - Das war die entscheidende Frage für unser "Upcycling-Camp" im Novermber. Ziel des Camps war es, den Kindern zu zeigen, dass nicht alles, was weggeworfen wird, auch wirklich Müll ist. Aus Vielem kann man neue Dinge entstehen lassen und das wollten wir an selbst mitgebrachtem "Müll" auch gleich mal praktisch zeigen.

Trotz regnerischem Novemberwetter machten wir uns schon am Freitag einen schönen Abend. Die Eltern und Kinder wurden mit Tee und Spekulatius begrüßt und nachdem alle da waren und die Hütten weitestgehend bezogen waren, begannen wir mit einer kleinen Kennlern- und Belehrungsrunde. Die Zeit verflog so schnell, dass auch schon das Abendbrot anstand. Die Kinder beschlossen, in einer der fünf Hütten Werwolf zu spielen und schlüpften nach aufregenden Debatten über das Überleben der Dorfbewohner in ihre eigenen Schlafsäcke.

Foto: NAJU | F. Dehlis

Um acht ging der Wecker für die, die nicht schon längst in ihrem Häuschen rumwuselten. Nach einem leckeren und ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Dresdner Heide. Wir trafen uns am Tor und die Kinder fanden sich in Zweiergruppen zusammen. Jedes Team bekam einen alten Drahtkleiderbügel und den Auftrag diesen so weit wie möglich in Kreisform zu bringen. Nachdem sich alle die größte Mühe gegeben hatten und sich gegeseitig beim Herumbiegen geholfen wurde, hatten alle einen perfekten, huckeligen Drahtkreis. Nun ging unsere kleine Wanderung los. Aus dem Kleiderbügel sollte ein schöner Kranz werden. Dabei waren den Kindern keine Grenzen gesetzt. Ob Blätter, Eicheln oder Moos aufgepiekst wurde, dafür war jeder selbst verantwortlich. Es entstanden sogar kunstvolle Blätterspiralen und nach 1 1/2 Stunden ging es zurück zur Naturschutzstation um das leckere Mittagessen zu genießen. Viele sind mit ihrem Kranz nicht ganz fertig geworden und bastelten in jeder freien Minute weiter an ihrem Kunstwerk.

Während des Essens stieg die Spannung, denn zu unserer großen Bastelrunde war ein Fotograf eingeladen. Also wurde fix gegessen, gemeinsam abgewaschen und dann ging es ans Vorbereiten des Raumes. Jeder brachte seine gesammelten Socken und Tetrapacks aus den Hütten in den Speisesaal und wir begannen aus Müll Schätze zu formen.

Foto: NAJU | F.Dehlis

Unter der Anleitung von Marla entstanden aus den mitgebrachten Getränkekartons dicke, dünne, kleine, große, milchige und saftige Portemonnaies - das Eine schöner als das Andere.

Nachdem alle fertig waren ging es ans Nähen. Aus einsamen Strümpfen sollten nun kleine Sockentierchen entstehen. Als Beispiel dafür diente eine Sockeneule mit Knopfaugen. Die Kinder halfen sich gegenseitig beim Einfädeln des Garns und stopften nach und nach ihre Kuschelwesen aus. Jedes war niedlich und individuell. Es entstanden 'Zwiebeleulen', gestreifte Jäger der Nacht und vieles mehr. Die fertigen Tierchen durften mit ihrem Besitzer vor der Kamera posieren und wer Lust hatte, konnte aus einer Toilettenpapierrolle noch eine Schachtel entstehen lassen und diese nach Belieben bekleben und bemalen.

Wir genossen ein leckeres Abendbrot und dann wurde der Raum umdekoriert, denn anschließend sollte das berüchtigte Werwolf-Spiel beginnen. Bei Kerzenschein, Tee und Keksen wurde gemordet und gerettet. Nach einigen spannenden Spielrunden hieß es Zähneputzen und ab ins Bett, denn es musste Kraft für den nächsten Tag getankt werden.

Sonntag nach Frühstück und Abwasch wurden die Sachen fertig gepackt und die Hütten gekehrt. Währenddessen wurde in der Küche schon der Plätzchenteig vorbereitet. Als alles soweit fertig gestriegelt war, wurde fleißig ausgestanzt und es entstanden Plätzchen in unterschiedlichsten weihnachtlichen Formen. Das Süße wurde im Ofen immer schöner und wir begannen das Haupthaus wieder auf Vordermann zu bringen. Bäder, Flur, Spielezimmer und Essenssaal wurden fertig gefegt und gewischt. Was nicht vor dem Mittagessen fertig wurde, war danach auch schnell erledigt. Und dann kamen auch schon die Eltern, holten ihre Kinder und deren wohlverdiente Plätzchen nach einem regnerischen und trotzdem schönen Wochenende wieder ab.

Foto: NAJU | F. Dehlis


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